Am 4. Mai gehen in Berlin Menschen für die Rechte von Sexarbeiter*innen auf die Straße.

Das betrifft auch uns vom Massageteam des Amakido direkt.

Was vielen Menschen sicher nicht bekannt ist:
Seit Juli 2017, mit in Kraft treten des sogenannten Prostituiertenschutzgesetzes, sind auch Masseur*innen von Tantramassagepraxen verpflichtet, sich als Sexarbeiter beim Amt zu melden.

Das deutsche Recht definierte damit eine Randzone, in welcher wir uns verorten mussten, wollten wir weiter auf diese Art arbeiten. Im Zuge dessen reduzierte sich das damalige Massageteam des Amakido drastisch. Kolleginnen fürchteten Stigmatisierung und wollten sich mit diesem neuen Status nicht identifizieren.

Heute diskutiert die deutsche Politik das Nordischen Modell. Sollte sich dies durchsetzen, wären wir als Tantramasseur*innen von einem Berufsverbot betroffen. Das im Grundgesetz verankerte Grundrecht der freien Berufswahl würde damit für uns nicht mehr gelten.

Vom 2. bis 7. Juni organisieren daher Interessensvertreter, wie beispielsweise der BesD (Berufsverband für erotische und sexuelle Dienstleistung), eine deutschlandweite Aktionswoche. Zahlreiche Infoveranstaltungen und eine Großdemo in Berlin wollen aufklären und hinter die Kulissen blicken lassen.